IHV
Rassebeschreibung Wolfsspitz / Großspitz
Klassifikation / Varietäten:
Die Spitze gehören zur Gruppe 5 der FCI- Klassifikation
Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 4 Europäische Spitze
Sie sind heutzutage als Begleit- und Gesellschaftshunde
bekannt, waren in früheren Zeiten aber auch Wach-
und Hüte(Treib)hunde.
Die Rasse des deutschen Spitzes wird in fünf Varietäten unterteilt.
Sie reichen von dem winzigen Zwergspitz (18-22 cm) über Klein- (23-29cm) und Mittelspitze (30-38cm) bis hin zu den Großspitzen (42-50cm) und den größten Vertretern, den Wolfsspitzen mit 43- 55 (60) cm Schulterhöhe.
Bis in die 1950er Jahre gab es die weit sinnvollere Einteilung in 2 Größenschläge: Große und Kleine Spitze.
Gemeinsames Merkmal aller Spitze ist ihre geringelt auf dem Rücken getragene Rute und das prächtige Fell. Das pflegeleichte Haarkleid besteht aus dichter Unterwolle, die das seidige Langhaar abstehend macht. Die kleinen, aufrecht getragenen Ohren und das fuchsähnliche Gesicht verleihen ihnen einen aufmerksamen und kecken Ausdruck. Schon sprichwörtlich ist ihre hohe Lebenserwartung.
Wesen:
Einen echten Spitz macht sein Wesen aus; mehr noch als die äußeren Ähnlichkeiten. Das Wesen des Spitzes ist gekennzeichnet von einer Zurückhaltung gegenüber Fremden Personen auf der einen Seite und der extrem großen Anhänglichkeit an seine Familie auf der anderen Seite. Charakterlich ist an erster Stelle die geringe Neigung zum Jagen und Streunen hervorzuheben, beim Ausdrucksverhalten ist es das typische Grinsen der Spitze, ein Zeigen der Zähne ohne drohende Absicht, man fragt sich unweigerlich: „Lachen sie mich denn an oder aus?“ Sie können echte Clowns sein.
Spitze lieben Kinder, im Umgang mit ihnen sind sie einerseits geduldig und nachsichtig, andererseits sind sie zur gemeinsamen Freude, bereit jeden Unsinn mit zu machen.
Ihre große Instinktsicherheit zeigt sich unter Anderem im souveränen Umgang mit Artgenossen, sie sind sehr verträglich und können auch problemlos im Rudel gehalten werden.
Es sind sehr lebhafte und gelehrige Hunde, schnell und wendig mit einem sehr guten Geruchssinn. Damit eignen sie sich für nahezu alle Hundesportarten, in denen es nicht um jagdliche Fähigkeiten geht. Dabei zeichnet den Spitz in seiner Arbeitsbereitschaft eine ausgeprägte Kontinuität aus, das ist sehr erfreulich für den Hundeführer.
Sie müssen aber nicht jeden Tag beschäftigt werden, solange sie den Anschluss an ihre Familie haben. Allerdings sollte man ihre Neugierde und Lernfreude auch nicht verkümmern lassen, denn sie sind so folgsam und intelligent, dass sie nicht umsonst neben dem Pudel in früheren Zeiten beliebte Zirkushunde waren.
Sie sind grundsätzlich als leichtführig zu bezeichnen, wenn man die Besonderheiten ihres Charakters berücksichtigt. Ein Spitz verlangt eine klare und konsequente Erziehung. Ein selbstbewusster Wächter wie der Spitz, wird sich nicht mit hirnlosem Drill erziehen lassen, dann zeigt sich die sture Seite seines Wesens.
Obwohl sie als Beller verschrien sind, geben diese aufmerksamen Hunde nicht wegen jeder Kleinigkeit Laut, ihr lustiges Bellen zeigt viel eher Lebensfreude und gute Laune an, sie brauchen es einfach als weitere Ausdrucksmöglichkeit. So wird man bei Spitztreffen oder ähnlichen Gelegenheiten bemerken, dass sie sogar eher selten bellen.
Im Großen und Ganzen ist der Spitz ein leichtführiger, äußerst unkomplizierter Begleiter.
Mehr Infos
http://www.der-wolfsspitz.de Andrea Baumbach
