Hallo Heiko,
also so auf die Schnelle ist mir nur eine Sache in der Formulierung aufgefallen:
Zuchthunde mit einer Schulterhöhe ab 40 cm (Widerristhöhe der Rassebestimmung der FCI) müssen zur Zuchtzulassung einen HD (Hüftgelenkdysplasie) und ED (Ellenbogendysplasie) Gutachterbefund der Zuchtbuchstelle beibringen. Rassehunde der anfälligen Rassen die mit OCD (Schultergelendysplasie) auffällig wurden müssen ebenfalls die Röntgenunterlagen zur OCD Feststellung für eine beantragte Zuchttauglichkeit der Hunde beibringen. OCD anfällige Rassen werden in der Durchführungsbestimmung geregelt.In der Satzung sieht es aus, als ob OCD der Kürzel für Schultergelendysplasie ist. OCD (Osteochondrosis dissecans) ist aber eine Knorpelablösung in einem Gelenk. Es können praktisch alle Gelenke bei einem Lebewesen betroffen sein. Das gelöste und somit freie Knorpelstück wird in der Medizin "freie Gelenkmaus" genannt. Bei grossrahmigen Hunden sind viel mehr die Ellbogen von OCD betroffen als z.B. die Schultergelenke. Ein weiteres Problem ist, dass OCD auf Röntgenbilder in der Regel kaum oder nur schwerlich erkannt wird. In den Ellbogen fast gar gar nicht, weil das Bild von oben herab gemacht werden müsste, da umliegende Knochenfortsätze den Knorpel im Gelenk verdecken. Leider ist dies aber bei einem Hund nicht möglich, ausser man amputiert ihm vorher den Haxen

. Mit einer Computertomographie ist eine klare Diagnose möglich, es lässt sich sogar sehr exakt die Schadensgrösse feststellen. In der Regel folgt dann meist noch eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung).
Ein weiteres Problem für die Hundezucht ist, dass OCD laut meinem TA zwischen den 7/8 Monat und bis zum 5. Lebensjahr auftreten kann. Auffällig ist halt, so sagt er, dass mehr als die Hälfte der Hunde zwischen 4 und 5 Jahren alt sind und nur wenige unter 2 Jahren, wenn den Besitzer etwas an den Hunden auffällt und untersucht werden müssen. Leider ist OCD in Europa immer noch sehr unbekannt, viele TÄ haben noch nie was davon gehört und irgendwie weiss keiner so Recht was los ist und wie man damit in der Zucht umgeht. Die Amis sind da viel weiter und haben mehr Erfahrung. Eigentlich sollte man die Hunde der ersten Generationen 3 Jahre alt werden lassen, bis es zum ersten Deckakt in ihrem Leben kommen wird, so hätte man wenigsten eine 50%ige Gewissheit. Danach erfolgt mit 6 Jahren eine weitere Untersuchung und wenn die gut ausfällt, dürften ihre Nachkommen, die ja dann 3 Jahre alt sind, ebenfalls Nachkommen zeugen. Nach vier bis fünf positiven Generationen könnte man das Alter dann herabsetzen und OCD wäre vermutlich für immer ausgemerzt.
Allerdings ist das wohl wieder mal der Idealfall und bleibt (vorerst) nur mein Wunschdenken....
Diese Feststellung der OCD ist deshalb eigentlich nur sinnvoll, wenn der Hund schon auffällig war - oder eben schon recht "alt" ist für die Zucht.
Du kannst heute einen negativen Befund haben, und morgen entzündet sich der Knorpel...
Auf alle Fälle sollte die
Schultergelendysplasie rausgenommen werden, denn das isses so nicht (hab grad gesehen, dass in "Gelenk auch orthographisch das "k" fehlt...)
Rechtschreibekorrektur hab ich noch nicht umfassend gelesen, machs aber noch

Liebe grüße- Kati